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Rückenschwimmen

Ausgearbeitet von: Hardy Krüger, Jan – Marcin Miroslaw, Jenny Schmidt

Zur Geschichte!

Das Rückenschwimmen entstand ursprünglich aus der Kraulbewegung. In verschiedenen Quellen wird diese Schwimmart sowohl 1900 als auch 1908 erwähnt.

Rückenschwimmen wurde erstmals 1912 zu den Olympischen Spielen in Stockholm geschwommen.

Der Amerikaner Adolph Kiefer stellte in den Vorkriegsjahren über 100m einen Weltrekord in 1:04,7 min auf. Ausgehend von ihm hat sich bis in die heutige Zeit die gültige Technik des Rückenkaulschwimmens erhalten.

Das Rückenschwimmen hat in den letzten Jahren eine enorme Entwicklung genommen.

So haben im Laufe der Zeit verschiedene Technikänderungen zu einer Perfektionierung dieser Schwimmart geführt.

Zum Beispiel wurde aus der Rückenarm Gleichschlagbewegung, ähnlich dem Kraulstil, ein Wechselarmzug eingeführt. Unterwasser Tauchphasen wurden mit einer Delphinbewegung kombiniert, verbessert und man ging von der so genannten „hohen Wende“ zu einer „tiefen “, also Rollwende über.

Bei den Olympischen Spielen 1988 in Seoul gewann der Japaner Daichi Suzuki die 100m Rücken in einer neuen Weltrekordzeit – allerdings verbrachte er die meiste Zeit unter Wasser. Er hatte die Tauchphase nach Start und Wende mit der Delphinbewegung so perfektioniert, dass sich durch diese Technik eine Fülle an Weltrekorden hervorbrachte und man die Tauchstrecke auf 15m nach Start und Wende einschränkte.

Das Rückenschwimmen wurde vor allem von folgenden Schwimmer bestimmt:
Frauen:

Männer:

Grundregeln des Rückenschwimmens

Beim Startsignal und bei jeder Wende müssen sich die Schwimmer in der Rückenlage abstoßen und während des gesamten Wettkampfes auf dem Rücken schwimmen, außer bei der Wendeausführung.

Die Rückenlage kann eine Rollbewegung des Körpers um weniger als 90° aus der Normallage enthalten; die Haltung des Kopfes ist nicht ausschlaggebend.

Ein Teil des Körpers muss während des gesamten Wettkampfes die Wasseroberfläche durchbrechen. Es ist dem Schwimmer jedoch erlaubt, während der Wende völlig untergetaucht zu sein sowie nach dem Start und jeder Wende eine Strecke von nicht mehr als 15m völlig untergetaucht zu schwimmen. Danach muss der Kopf die Wasseroberfläche durchbrechen.

Bei der Wendeausführung muss der Schwimmer die Wand mit einem beliebigen Teil seines Körpers berühren. Während der Wende dürfen die Schultern über die Senkrechte in die Brustlage gedreht werden.

Ein mit der Wendeausführung zusammenhängender Einzelarmzug oder ein simultaner Doppelarmzug dürfen zur Einleitung der Wende ausgeführt werden.

Sobald der Körper die Rückenlage verlassen hat, dürfen kein Beinschlag und kein Armzug mehr ausgeführt werden, die nicht mit der Wendeausführung zusammenhängen.

Der Schwimmer muss aber in die Rückenlage zurückgekehrt sein, wenn er die Beckenwand verlässt.

Beim Zielanschlag muss sich der Schwimmer in Rückenlage befinden.

Grundlagen der Rückentechnik

Man hält den Kopf tief im Wasser, sodass das Gesicht horizontal zur Wasseroberfläche ist.

Die Nase zeigt immer gerade nach oben (Pfeil, Bild1). Mit dem Oberkörper lehnt man sich nach hinten ins Wasser. Kopf- und Körperhaltung bewirken, dass die Hüften praktisch an der Wasseroberfläche liegen. Der Körper ist gerade und langgestreckt. Aus der Schwimmrichtung gesehen ist der Körperumriss minimal, d.h. auch der Wasserwiderstand ist minimal.

Der Körper wird von Seite zu Seite gerollt, und man liegt fast nie auf dem Rücken- dies ist nur ein Übergangszustand. Auf dem Bild sieht man, wie die rechte Schulter und Brust zeigt nach oben. In gestreckter Seitenlage den unteren Arm nach vorne gestreckt hat der menschliche Körper den geringsten Wasserwiderstand. Man hat also die Tendenz zum Front Quadrant Schwimmen auf dem Rücken. Der linke Arm liegt noch vorn, während der rechte Arm schon über den Kopf zieht (Bild 2, Pfeil).

Den Impuls für die Drehbewegung holt man nicht aus dem Armzug, sondern aus dem Kick und der Hüfte. Der auslösende Moment ist der Beinschlag, wenn der rückholende Arm das Wasser verlassen hat (ungefähr Bild 1). Man sollte immer versuchen die Hüfte bei jeder Drehung ganz aus dem Wasser zu drehen.

Tipps zur Rückentechnik

Im Rückenschwimmen rotiert der Körper während der Zugphase um ca. 45-90 Grad, so dass ein Rückenschwimmer selten auf dem Rücken schwimmt, sondern ständig von der rechten zur linken Seitenlage wechselt, wobei darauf zu achten ist, dass die Körperlängsachse stabil und gerade bleibt.

Armzug
Wenn die Hand in der Zugphase schräg gestellt ist, wird der Druck den die Hand erzeugen könnte nicht voll ausgenutzt. Deshalb könnte man zur Korrektur mit Handbrettern schwimmen um dadurch den Druck und die Kraft besser zu spüren und das Wassergefühl zu stärken. Möglicherweise mit Krafttraining oder gezielten Übungen die fehlende Kraft aufbauen.

Beinschlag
Für einen guten Beinschlag ist es wichtig, die Füße nach innen zu drehen. Nur so kann die Schlagbewegung aus den Hüften optimal über das lockere Knie- und Fußgelenk ins Wasser übertragen werden.

Schwimmtechnik: Was bedeutet "Front-Quadrant-Schwimmen"?

Front-Quadrant-Schwimmen bedeutet, dass der Zugarm immer noch nach vorne gestreckt ist, während der andere Arm gerade dabei ist ins Wasser zu tauchen. Die leichte Seitenlage mit einem Arm möglichst lange nach vorne gestreckt bedeutet die stromlinienförmigste Wasserlage.

Rückentechnik alt

Rückentechnik

Bewegungsablauf

Phase 1

Phase 2

Phase 3

Phase 4