Brustschwimmen
Ausgearbeitet von: Julia Schiemenz, Christian Wunderlich, Madlen Müller, Marilyn Wenk
1. Die Geschichte des Brustschwimmens
Das Brustschwimmen ist die älteste Schwimmart überhaupt. Einige Abbildungen aus der Antike lassen vermuten, dass schon zu dieser Zeit Bewegungen, die den heutigen Schwimmtechniken ähnlich sind, zur Vorwärtsbewegungen im Wasser angewandt wurden. In Homers „Odyssee“ wird beschrieben, wie „Odysseus die Arme im Wasser weit ausbreitet“ und sie so, dem Brustschwimmen ähnlich, vorwärts bewegt.
Aber während des Mittelalters waren alle Schwimmarten und –Techniken in Europa in völlige Vergessenheit geraten.
Erst 1538 wird in Deutschland erstmalig wieder in einem Buch von Nicolaus Wynmann auf die Technik des Brustschwimmens hingewiesen. Daraus war anzunehmen, dass die Bewegungen des Brustschwimmens denen der Frösche im Wasser nachgeahmt wurde.
In den nächsten paar hundert Jahren veränderte sich das Brustschwimmen in seiner Grundstruktur kaum.
Gegen 1925/26 wurde der Bewegungsablauf etwas verbessert.
Da man sehr bemüht war, die Schwimmgeschwindigkeit zu steigern, nahm man sich ein Beispiel an der japanischen Schwimmweise, die zuließ, dass man längere Strecken unter Wasser tauchte. Diese Veränderung führte abermals zur Verdrängung des Brustschwimmens. Daher verbot die FINA ab Mai 1957 das „Tauchschwimmen“.
2. Vergleich der alten und neuen Technik
| Neue Technik Undulationstechnik |
Alte Technik Gleitzugtechnik |
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Gleitzugtechnik
Undulationstechnik
Vorteile der Undulationstechnik
3. Technik des Brustschwimmen
Das Brustschwimmens lässt sich in drei Phasen unterteilen:
3.1. Ausgangsstellung
3.2. Auswärts-Zug


3.3. Einwärts-Zug


3.4. Rückführung der Arme

3.5. Fuß und Beinbewegung
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4. Der Start

Ausgangstellung
4.1. Absprungphase

Kraftvoller Absprung
4.2. Flugphase

4.3. Eintauchphase

kleines Eintauchloch
4.4. Gleitphase


stromlinienförmige Körperhaltung, horizontale Körperlage
4.5. Zugphase (Tauchzug)
wenn die Tauchgeschwindigkeit unter die Schwimmgeschwindigkeit sinkt, dann beginnt der Tauchzug
4.6. Zweite Tauchphase

4.7. Armrückführung mit Beineinsatz

4.8. Erster Beinschlag

5. Die Wende
6. Schwimmen ohne Fehler
Beim Brustschwimmen können sich viele Fehler einschleichen!!! Deshalb ein paar Hinweise, wie man sie sich vermeiden lassen
Körperhaltung:
Die Rumpfmuskulatur muss anspannt sein, um im Wasser eine schlanke Linie zu machen.
Je flacher die Körperlage im Wasser, desto geringer der Wasserwiderstand und umso höher die Geschwindigkeit.
Rhythmus:
Beinschlag und Armzug erfolgen im Wechsel. Sind die Arme gestreckt, ziehen die Beine zum Po. Sind die Beine gestreckt, gehen die Arme zum Körper.
Atmung:
Um eine flache Gleitlinie zu erhalten, wird der Kopf zum Ausatmen abgesenkt. Nur zum Luft holen kommt er bis zu den Schultern aus dem Wasser.
Beinhaltung: Die Fersen ziehen bis zum Po. Dann mit angewinkelten Füßen gegen das Wasser treten und nach hinten schieben. Während der anschließenden Gleitphase sind die Füße gestreckt.
Armhaltung:
Während die Arme gestreckt nach vorne gehen, ins Wasser ausatmen. Danach diagonal nach außen ziehen, unter dem Brustkorb zusammenführen, nach oben ziehen und dabei einatmen.
7. Wettkampfbestimmungen, §107 Brustschwimmen
(1) Der Körper muß vom Beginn des ersten Armzuges an nach dem Start und nach jeder Wende vollständig in Brustlage gehalten werden; die Schultern müssen parallel zur Wasseroberfläche liegen. Eine Rollbewegung zur Rückenlage ist zu keinem Zeitpunkt erlaubt.
(2) Nach dem Start und nach jeder Wende darf der Schwimmer vollständig untergetaucht einen vollen Armzug bis zu den Oberschenkeln und einen Beinschlag machen, bevor er an die Wasseroberfläche zurückkehrt. Der Kopf muß die Wasseroberfläche durchbrechen, bevor sich die Hände am weitesten Öffnungspunkt der Arme im zweiten Armzug nach innen drehen. Danach muß in einem vollständigen Zyklus, bestehend aus einem Armzug und einem Beinschlag, irgendein Teil des Kopfes die Wasseroberfläche durchbrechen.
(3) Alle Bewegungen der Arme müssen gleichzeitig und in der gleichen waagerechten Ebene ausgeführt werden. Die Hände müssen an oder unter der Wasseroberfläche zurückgebracht werden und von der Brust aus gleichzeitig an, unter oder über der Wasseroberfläche vorwärts gebracht werden. Die Ellenbogen müssen dabei unter Wasser bleiben, außer beim letzten Armzug vor dem Zielanschlag. Außer beim ersten Zug nach dem Start und nach jeder Wende dürfen die Hände dabei nicht weiter als bis zur Hüfte nach hinten gebracht werden.
(4) Alle Bewegungen der Beine müssen ständig gleichzeitig und in gleicher waagerechter Ebene ohne Wechselbewegungen ausgeführt werden. Beim Beinschlag müssen die Füße bei der Rückwärtsbewegung auswärts gedreht werden. Bewegungen in Form eines Delphinschlages sind nicht erlaubt. Dem Durchbrechen der Wasseroberfläche mit den Füßen darf eine Abwärtsbewegung in Form eines Delphinschlages nicht folgen.
(5) Bei jeder Wende und am Ziel muß der Schwimmer mit beiden Händen gleichzeitig anschlagen. Der Kopf kann nach dem letzten Armzug vor dem Anschlag untergetaucht sein, sofern er während des letzten vollständigen Zyklus vor dem Anschlag die Wasseroberfläche an irgendeinem Punkt durchbrochen hat.