Kraulschwimmen
Ausgearbeitet von: Susann Haase, Franca Strey, Marilyn Wenk
1. Die Geschichte des Kraulschwimmens
Def.: Kraulschwimmen ist eine Wechselschwimmart, d.h. bei ihr werden Arme und Beine abwechselnd bewegt, wobei die Beine bis zu den Fußspitzen gestreckt sind.
Das Kraulschwimmen ist zur Zeit die schnellste Schwimmart. Die durchschnittliche Geschwindigkeit stieg bis über 2m/s an. Folgende Wettkampfstrecken werden in dieser Schwimmart absolviert: 50m, 100m, 200m, 400m, 800m und 1500m sowie in Staffeln über 4x100m und 4x200m und in der Lagenstaffel. Darüber hinaus wird das Kraulschwimmen als schnellste, ökonomische Schwimmart bei Langstrecken-schwimmen in Flüssen und im Meer angewendet. Das können Strecken sein, die bis zu 100 km betragen.
Das Kraulschwimmen entstand bei den Urvölkern, die in der Nähe von Meeren, Seen oder Flüssen lebten und diese als Nahrungsquelle oder Transportwege nutzten.
Im 19. Jh. entwickelten sich eine Vielzahl von Schwimmarten. Das Seitenschwimmen, bei dem der Schwimmer auf der Seite liegt, wurde bald modifiziert: Der höher liegende Arm konnte über das Wasser schneller nach vorne geführt werden. Die Beine wurden ziemlich unkoordiniert zusammengepresst. John Trudgen entwickelte das Hand – über - Hand-Schwimmen, auch Trudgen genannt. Er schaute diese 1873 in England eingeführte Schwimmart südamerikanischen Indianern ab. Die Arme wurden aus dem Wasser nach vorne geführt, ähnlich wie beim Seitenschwimmen, nur wechselte man stets von einer auf die andere Seite hin und her und führte einen Schwerenbeinschlag zu jedem zweiten Armzug aus. Von dieser Schwimmart zum Kraul war es nur noch ein Schritt. Der Beinschlag wurde variiert, bei jedem Armzug ein Beinschlag oder abwechslungsweise ein Scherenbeinschlag und ein Kraulbeinschlag.
Vorallem von der Urbevölkerung der Ozeaninseln und Australien wurde das Kraulschwimmen entwickelt. Sogar heutzutage unterscheidet sich das moderne Kraulschwimmen in Europa und Amerika von dem australischen.Während die Australier auf jeden Armzyklus zwei Beinschläge ausführen, wird der moderne Stiel mit vierer- oder sechser- Beinschlag auf jedem Armzyklus geschwommen.
Bedeutende Erfolge erzielte bei den olympischen Spielen 1912 der Kraulschwimmer D. Kochanazoku aus Honolulu er benötigte für die 100 m Kraul 1:03,4 min und 1920 schon 1:00,4 min. Das Wettkampfschwimmen, insbesondere die modernen Olympischen Spiele seit 1896 (Athen) erhöhten das Interesse an der Schwimmtechnik.
Die wissenschaftliche Untersuchung der Schwimmtechnik half mit, diese zu verfeinern, größere Geschwindigkeiten zu erzielen und den Vortrieb im Wasser zu verstehen.
Erfolgreiche Schwimmer: F. v. Almsick, Kristin Otto, I. Thorpe und A. Popov
2. Vergleich alte – neue Technik
2.1. Gemeinsamkeiten
2.2. Unterschiede
| Alte Technik | Neue Technik |
| - 4er Beinschlag | - 6er Beinschlag |
| - „Windmühlenschwimmen“ | - Front-Quadrant-Schwimmen |
| - kaum Körperdrehung | - starkes Körperdrehen |
| - Gleitbootlage | - stromlinienförmige Lage (Oberkörper runterdrücken,Hüfte anheben) |

3. Front-Quadrant-Schwimmen
Front-Quadrant-Schwimmen bedeutet, dass der Zugarm immer noch nach vorne gestreckt ist, während der andere Arm gerade dabei ist ins Wasser zu tauchen. Die leichte Seitenlage mit einem Arm möglichst lange nach vorne gestreckt bedeutet die stromlinienförmigste Wasserlage.

4. Kraulschwimmen - Neue Technik
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5. Schwimmtechnik am Beispiel von Grant Hackett
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Anwinkeln des Armes, bevor mit Ellenbogen gezogen wird |
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Streckung des Armes |
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Arm liegen lassen, bis Hand des anderen Armes eintaucht |
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Extreme Körperdrehung auf die Seite |
6. Formeln zum effektiven Schwimmen
Schwimmgeschwindigkeit = Zuglänge x Zugfrequenz
Energieverbrauch steigt mit Zugfrequenz im Quadrat
Um Schwimmgeschwindigkeit zu verbessern, sollte man als erstes an seiner Zuglänge arbeiten. Denn die Zuglänge zu verbessern, kostet weniger Energie, d.h. weniger Kraft als die Verbesserung der Zugfrequenz. Erst, wenn die volle mögliche Zuglänge ausgeschöpft ist, sollte man anfangen, die Zugfrequenz weiter zu verbessern.
7. Start des Kraulschwimmens
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1. Standphase
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2. Reaktionsphase
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3. Abstoßphase
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4. Flugphase
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5. Eintauchphase
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6. Gleit- und Tauchphase
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7. Übergangsphase Tauchen-Schwimmen
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8. Kraulwende
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